Startseite

Produkte

Kontakt

Stollenblog

Kundenmeinungen

Stollen, Stollen, Stollen

Neulich in der SZ über die Stollenbackstube
"Ein Stück Coschütz für die ganze Welt"

Vom Hohen Stein aus verschickt eine Bäckerfamilie ihre Stollen.

Treue Kunden wohnen aber auch nebenan. Die lieben Tradition.

Von Annechristin Bonss

Es riecht nach Stollen. Süß, frisch, nach Butter. Der Duft zieht die Straße entlang. Mmh, lecker. Ein Spaziergänger bleibt stehen, schließt die Augen, zieht die süße Luft tief in die Nase ein. Seit wenigen Wochen hat die Straße Am Hohen Stein ihr unverwechselbares Kennzeichen zurück. In der Stollenbackstube im Haus mit der Nummer 31 hat die Saison begonnen. Beinahe täglich kommt das süße Backwerk aus dem Ofen. 

 

Den süßen Geruch riecht Jörg Sarodnick schon lange nicht mehr. Täglich ist der 42-Jährige davon umgeben. Er leitet mit seiner Schwester und ihrem Mann den Familienbetrieb. Beide Familien leben mit ihren Kindern in dem Haus, das ebenfalls in Familienbesitz ist. 1890 hat der Urgroßvater Eduard Franke an gleicher Stelle die Bäckerei gegründet. Seine Tochter Elly übernahm das Geschäft zusammen mit ihrem Mann Ernst Sarodnick. Sein Meisterbrief hängt noch heute im kleinen Verkaufsraum. Er wurde 1926 ausgestellt. Bis 1999 führte der Sohn Peter mit seiner Frau das Geschäft. Dann übernahm Jörg Sarodnick die Bäckerei von seinem Vater, damals als reinen Internethandel für Stollen und anderes süßes Backwerk. 

 

Von Coschütz aus geht die Ware in die ganze Welt. Eine Karte im kleinen Ladencafé zeigt den Erfolg. Stollen aus Coschütz wurden bereits in Dubai, auf den Fidschi-Inseln, in Japan, Indonesien und Nordamerika verspeist, sogar bis in die Antarktis hat Jörg Sarodnick seine Stollen geliefert. Viele der Kunden finden den Versand im Internet. Der Bäckermeister hat sich dafür die Domains Dresdner-Christstollen-Shop.de sowie Stollenbackstube.de gesichert.

 

Viele Dresdner, die jetzt im Ausland leben, melden sich. „Sie wollen ein Stück Heimat ind er Fremde nicht missen“, sagt er. Stetig wächst der Kundenkreis, bestellen Stollenfans gleich mehrmals pro Saison. An den internationalen Kaffeetischen in der ganzen Welt hat das weihnachtliche Gebäck aus Coschütz schon viele Fans gewonnen. „Einmal haben wir Stollen nach Dubai geschickt“, sagt Jörg Sarodnick. Nach zwei Tagen kam der Brief: „Stollen schon alle, wir brauchen mehr.“ Auch Deutschlands Alt-Bundespräsident Horst Köhler hat schon probiert. Sein persönlich unterschriebenes Dankschreiben hängt im Bäckerladen. 

 

Das Dreigespann im Laden 

Dankbar sind auch die Stammkunden. „Viele haben sich lange gewünscht, dass es bei uns wieder Brot und Brötchen gibt“, sagt Ina Beley. Die Schwester von Jörg Sarodnick ist ebenfalls Bäckermeisterin. 2012 stieg sie in das Familiengeschäft ein, vorher hat sie in einer anderen Bäckerei gearbeitet. Ihr Mann Jens, gelernter Mechatroniker, schulte um und begann mit 40 eine Lehre bei seiner Frau. Die ist stolz, denn vor wenigen Monaten hat auch er die Meisterprüfung geschafft. Zusammen führen die drei nun das Geschäft. Ina kümmert sich um das Personal und den Laden. Jens ist für die Produktion verantwortlich. Jörg leitet Marketing und Versand. Ein weiterer Meister, acht Mitarbeiter und ein Lehrling ergänzen das Team. „Dass wir nun wieder Brot und Brötchen haben, freut viele“, sagt Ina Beley. Am Wochenende bildet sich regelmäßig eine lange Schlange vor dem Laden. Während andere Bäckerbetriebe über mangelnden Nachwuchs und wachsende Billigkonkurrenz durch die Discounter klagen, ist die Familie zuversichtlich. „Wir hören auf die Wünsche unserer Kunden“, sagt Ina Beley. So ergänzt seit einem Jahr der Bio-Stollen das Sortiment. Auch die Variante Mandel-Schoko ist auf Wunsch entstanden und hat sich etabliert. Der Laden ist geschmackvoll eingerichtet. Die alte Kasse aus Holz stammt noch aus Großvaters Zeiten. Die Rezepte sind von den Eltern und Großeltern oder diesen entlehnt. „Wir wollen authentisch sein“, sagt Ina Beley. Bei den Zutaten achten die Bäcker auf Qualität. Die Mandeln werden täglich frisch gerieben. Bei der Butter greifen sie zu irischer Kerrygold. Zudem wird Milch verbacken, kein Milchpulver. „Bei uns muss es schmecken“, sagt Jörg Sarodnick. 

 

Er weiß, wovon er spricht. Stollen, Baumkuchen und Kekse aus seinem Betrieb essen alle Familienmitglieder noch immer gern. Auch zu Weihnachten. Auch, wenn sie vorher wochenlang Tag für Tag vom süßen Duft umgeben waren. Manch einer würde dann lieber in ein herzhaftes Brötchen beißen. „Wir lieben und leben den Stollen“, sagt Jörg Sarodnick. Ein Stück davon verschicken sie täglich in die Welt. 

Tatort-Kommissar - spontan in der Stollenbackstube

Tatort-Kommissar zeigt das Dresden seiner Kindheit

Im alten Dorfkern von Altcoschütz ist Martin Brambach (48) aufgewachsen. Zuerst wohnte seine Familie im rostroten Haus im Hintergrund.

Tatort Dresden - Martin Brambach (48) ist der Chef der Mordkommission im neuen Dresdner „Tatort“-Krimi „Auf einen Schlag“ (Ausstrahlung 2016). Und er ist auch im echten Leben ein Dresdner:

Hier wurde er geboren, hier verbrachte er die ersten sechs Jahre seines Lebens. Nun ging Brambach exklusiv mit der MOPO24 auf Spurensuche.

Nach über 40 Jahren sah Brambach zum ersten Mal die Orte seiner Kindheit wieder! „Ehrlich gesagt, ich bin total aufgeregt“, gesteht Brambach vorm Radebeuler Radisson-Hotel. Eine kichernde Frauengruppe aus Bayern hat sich schnell mit dem TVStar fotografieren lassen, dann steigen wir ins Auto und fahren nach Altcoschütz - „hier habe ich meine Kindheit verbracht, bis die Familie nach Berlin zog“.

Martin Brambach, Katrin Koch und Uwe Hoberg
Der Nase nach haben wir die alte Bäckerei gefunden: Vorm Haus kommen Martin Brambach (l.) und Reporterin Katrin Koch mit Bäckerei-Mitarbeiter Uwe Hoberg ins Gespräch. Er lädt uns in die Bäckerei ein.

Wir halten im alten Dorfkern. „Oh Gott, ist das schön hier!“, atmet Brambach erleichtert auf.

„Ich hatte befürchtet, dass es die alten Häuser nicht mehr gibt.“ Doch die alte Weide steht noch vorm Gasthof. Die alten Fachwerkhäuser aus dem 16./ 17. Jahrhundert sind schmuck saniert.

„Eine Idylle“ - Brambach ist gerührt. Er holt eine Skizze aus der Jacke. Mutter Heidi hat alles aufgezeichnet - Wohnhaus, Kindergarten, Gasthaus. Altcoschütz Nr. 9 - hier hat Brambach als Steppke gewohnt.

„Wir hatten nur eine kleine Wohnung im Erdgeschoss, auf dem Hof war eine Holzfabrik. Vor meinem Fenster war immer Kies aufgeschüttet. Und so bin ich eines morgens im Schlafanzug aus dem Fenster gerutscht und hab die Welt erkundet“, lacht Brambach. „Aber die Wohnung war feucht, ich hatte ständig Husten und so sind wir ums Eck verzogen.“

Dieses Haus finden wir nicht mehr, aber Brambachs Kindergarten. „Da bin ich immer mit dem Roller hingefahren. So schick war der damals natürlich nicht“, beugt sich Brambach in der Gebauerstraße 4 über den Zaun der heutigen Kita „Entdeckerkiste“.

Wir gehen nur ein Paar Schritte, da steigt uns Kuchenduft in die Nase.

Er führt uns in die Bäckerei „Stollenbackstube.de“ von Jörg Sarodnick (42). „Na klar, Mensch!“, erinnert sich Brambach. „Hier habe ich mir immer Kuchenränder geholt.“ Eine ganze Tüte voll. „Das muss bei meiner Oma gewesen sein, denn wir führen die Bäckerei in vierter Generation“, sagt Sarodnick stolz und schenkt seinem Promi-Gast einen Christstollen.

Brambach ist happy - ein Teil seiner Kindheit ist auferstanden. „Und die Fotos werde ich alle meiner Mutter zeigen ...“

Martin Brambach und Bäckermeister Jörg Sarodnick.
Da kommen wir gerade richtig: Martin Brambach holt mit Bäckermeister Jörg Sarodnick (42, r.) die Stollen aus dem Ofen.
Fotos: Thomas Türpe
 

Zartbitterwonne - unser Schokoladenstollen

Hätten Sie mich auf diesem Kinderbild wiedererkannt? Als den Bäckermeister von der Startseite?

Sie können sich sicher vorstellen, dass es bei uns als Familienbetrieb in der vierten Generation viele Geschichten und Anekdoten rund um das Stollenbacken gibt. Meine persönlichste Stollen-Geschichte beginnt, als ich etwa so alt war wie auf diesem Foto:

Zu dieser Zeit hat mein Vater angefangen, eine der heißbegehrten Tafeln echter Schokolade aus dem Westpäckchen von Tante Rosi und Onkel Herbert in einen Stollen zu backen. Den gab es dann ein paar Tage vor Weihnachten zu meinem Geburtstag!

Wie groß die Vorfreude darauf war, kann vielleicht nur verstehen, wer sich auch an die Alternative erinnert: Die Schlager Süßtafel, die ganz ohne Kakao auskam. 

Als ich dann selbst schon in der Lehre war und nach der Wende gute Schokolade leicht verfügbar wurde, habe ich ihn für mich selbst gebacken: Schokoladenstollen, bei dem sich die Süße der Rosinen mit der herberen Zartbitterschokolade zu einem besonderen Genuss verbindet. Dieser war bald so begehrt bei Freunden und Bekannten, dass viele statt einer Scheibe lieber einen ganzen Schokostollen wollten. Und so wurde die „Zartbitterwonne“ der erste Sonderstollen neben unserem original Dresdner Christstollen im Sortiment der Bäckerei. 

Haben Sie ihn schon probiert? 

Dresdner Striezelmarkt

Alle Jahre wieder verbindet sich der köstliche Duft von Gebackenem mit traditionellen Rezepturen, allen voran denen des Dresdner Christstollens. In der Luft liegt ebenso der markante Geruch von exzellenten Gewürzen und heißem Glühwein:
Sie werden es sicherlich erraten haben, liebe Leserin, lieber Leser: Wir befinden uns auf dem alljährlich statt findenden Dresdner Striezelmarkt, als dem ältesten aller Weihnachtsmärkte Deutschlands. Denn seit dem Jahre 1434 findet er regelmäßig im Advent statt, und zwar auf dem Altmarkt der Hauptstadt Sachsens, die zu recht auch „Elbflorenz“ genannt wird.

Stollengeschichte

Wasser, Hafer und Mehl - das waren die Rohstoffe, aus denen während der mittlealterlichen Advents-Fastenzeit die Stollen hergestellt wurden. Katholische Dogmen erlaubten keine Verwendung von Butter und Milch. Es gehörte schon Können und Erfahrung der Bäcker dazu, aus diesen Zutaten ein schmackhaftes Gebäck herzustellen.

Stollenbackstube

In unserer traditionsreichen Bäckerei werden seit vier Generationen Christstollen gebacken. Nach alten Rezepten entsteht aus feinen erlesenen Zutaten handgefertigt das Produkt, das inzwischen unter dem geschützten Namen Dresdner Christstollen weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt geworden ist.

Dresdner Stollen - Tradition trifft Köstlichkeit

Ob als Klassiker Original Dresdner Christstollen, ausschließlich von Hand gebacken, köstlichem Mandelstollen, für alle Gourmets, die keine Rosinen mögen, oder als Premiumstollen Zartbitterwonne, verfeinert mit edler, ausgesuchter Zartbitterschokolade: In unserem liebevoll gestalteten Shop möchten wir Ihnen in Form unserer exklusiven Stollen, Baumkuchen, Kekse und Konfekt- Sorten ein wenig Die guten alten Zeiten nach Hause senden und Sie zu genießerischen Stunden alleine oder im Kreise lieber Menschen verführen!

1 bis 7 (von insgesamt 7 Blogartikel werden angezeigt) Seiten:  1 

Empfehlen Sie uns mit einem Like! schliessen